Gedanken über meine Arbeit
Im steten Dialog mit dem Material Metall, welches auch einen Hauptteil unserer Erdmasse ausmacht, entwickelte ich im Laufe der Jahre eine Form-Klang-Sprache. Schmieden, Umformen und Erhitzen hinterlassen Spuren. Die Schweissflamme, ein fast meditativer Lichtpunkt, lässt Objekte entstehen, bei denen sich Klang und Form finden. Die Arbeit des Abstimmens erfolgt durch immer genaueres Bearbeiten der Teile und leitet das Chaos in eigengesetzliche Ordnung. Das gegenseitige Mitschwingen erzeugt sphärische, gongartige Töne.
Ich fühle mich als Mittler zwischen bildender Kunst und Musik.
Experimentelle, zeitgenössische Musik und das Entwickeln von Klangskulpturen sind meine Leidenschaft geworden.
Meine anarchistischen Klangwucherungen gestatten eine Tonsprache, die sich reizvoll mit bestehenden Instrumenten kombinieren lässt. Wasser, Wind und Feuer sind interessante Mitwirkende. Zufallsklänge treffen sich mit exakter Tongestaltung, eingestimmte Töne mit faszinierenden Klängen unterschiedlicher Metalle und anderen Materialien.
— Martin Spühler
